BW – Volkstrauer
Im Gedenken der gefallenen Kameraden
Im Anschluss hat Christian Wechslinger (Berchtesgadener Anzeiger) seine Eindrücke
niedergeschrieben:
Struber Jager begehen Volkstrauertag am Ehrenmal
Bischofswiesen – An einem schönen Novembertag trat eine Bundeswehrabordnung um Kommandeur Oberstleutnant Marc Nolte sowie Honoratioren aus dem öffentlichen Leben und Fahnenabordnungen wie in jedem Jahr guter alter Tradition folgend am Löwen an, um der gefallenen Kameraden zu gedenken. Als denkwürdigen Tag bezeichnete Militärpfarrer Thomas Funke aus Bad Reichenhall den Volkstrauertag, an
dem man der Gefallenen beider Weltkriege und auch der bei Auslandseinsätzen ums Leben gekommenen Soldaten erinnere. Dabei gehe es nicht darum etwas zu verherrlichen, aber auch nicht darum etwas zu verurteilen, führte der Geistliche weiter aus. Bei seinen Einsätzen im Ausland stellte der Militärpfarrer immer wieder fest, dass die Heimat für jeden Soldaten von besonderer Bedeutung ist. Am Volkstrauertag gedenke man besonders der Soldaten, die nicht mehr in ihre Heimat zurückgekommen sind. Und so haben die Gefallenen haben ihren Platz in den Herzen der Lebenden, befand der Pfarrer. Der Volkstrauertag erinnere daran, dass Freiheit, Sicherheit und Würde nicht selbstverständlich sind, begann Bataillonskommandeur Marc Nolte seine Rede. Oftmals müssten diese Attribute wie derzeit erkämpft und verteidigt werden. Und so gedenke man derjenigen die ihr Leben dem Gemeinwohl gewidmet haben. Und man danke allen, die in Kameradschaft, Loyalität und Menschlichkeit zusammenstehen, um in der Ukraine und im Kosovo Leben zu schützen. So denke man am Volkstrauertag auch an die Kameradinnen und Kameraden, die sich im Auslandseinsatz befinden.
Besonders denke man an diesem Tag aber derer, die im Auslandseinsatz ihr junges Leben auf tragische Weise gelassen haben, führte Nolte weiter aus. Ihre Geschichte soll Mahnung und Motivation zugleich sein und im Rechtsstaat die Würde und Menschlichkeit verteidigen. Sicherheit und Frieden sei kein Selbstläufer, sie verlangen Bereitschaft, Belastbarkeit und Disziplin sowie den festen Willen den Frieden zu verteidigen, mahnte der militärische Führer an. In diesem Zusammenhang gehe der Dank an die Frauen und Männer, die sich dafür an verschiedenen Orten einsetzen. Allen im Einsatz befindlichen Kräften wünschte der Kommandeur wieder gesund in die Heimat und zu ihren Familien zurückzukehren. Als äußeres Zeichen des Volkstrauertages legten Oberstleutnant Marc Nolte und der Vorsitzende der Gebirgsjägerkameradschaft Gerd Schelble einen Kranz am Löwen nieder. Und Trompeter Paul Koller von der Bischofswieser Blechmusik intonierte das Lied: „Ich hatt´ einen Kameraden“.
Christian Wechslinger
(Foto: VdG Thomas Heintz, Wechslinger u. Schelble)